Callas

Jenseits der Schluchten von Pennafort, zwischen die Olivenbaumterrassen gekuschelt, bietet Callas einen Eindruck von Ewigkeit. Die „Calades“ (gepflasterte steile Straßen in der Provence) laden dazu ein, ein Dorf zu erkunden, das sehr eng mit der Olive verbunden ist.
Die kommunale Mühle zeichnet diese lange Geschichte nach und bietet das goldene Öl zur Verköstigung an.

Im Herzen des Départements Var, auf halbem Weg zwischen der Küste und den Gorges du Verdon (Schluchten des Verdon)  lässt Callas die Wanderer eine besonders abwechslungsreiche Natur in Landschaften von ungeahnter Schönheit entdecken.

Die Schluchten von Pennafort überraschen durch ihre rote Farbe, die mit dem Grün der Kiefernwälder kontrastiert.

Weiter entfernt ist es der silbrige Schimmer der Olivenhaine, der bis zur Ölmühle und zum Dorf führt.

Machen Sie Halt am Wasserfall und Sie werden die besondere Formation dieses an den Hügel gelagerten Dorfes, das aus eindrucksvollen hohen Häusern mit ihren zum Trocknen von Feigen dienenden Dachböden besteht, bemerken.

Bei Ihrer Ankunft werden Sie schmale Gassen, „Calades“ und Gewölbe-Passagen entdecken und alte Türen, Springbrunnen und andere für Callas typische Besonderheiten wie den Turm des Rathauses (1828), die Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption und ihre 550 kg schwere Glocke sowie die Ruinen des Schlosses von Pontèves (privates Grundstück) bestaunen.


Auf den Höhen von Callas genießen Sie ein herrliches Panorama auf das Estérel-Gebirge und werden in der Ferne das Meer ausmachen können.

GESCHICHTE & KULTURELLES ERBE

Callas, ein Dorf voller Geschichte

Callas taucht erst im Jahre 1030 in den Geschichtsbüchern auf, doch sein Ursprung geht auf die Hochantike zurück, wie es das Oppidum aus der ligurischen Epoche  auf dem Hügel von Piol beweist.

Nach der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts ist die Zahl der Herrscher beträchtlich, die über ihre jeweiligen Anteile spekulieren. Die Hauptherrscher von Callas sind zweifellos die Pontèves. Nach zahlreichen Plünderungen und Brandstiftungen verbünden sich die Einwohner Callas’ und töten ihren Herrscher sowie dessen Nachfolger im Jahr 1579. Im Jahr 1718 kauft die Gemeinde die Lehensrechte und schenkt sie am 12. März 1720 dem König Louis XV.

Durch einen Erlass des Regierungsrates wird Callas dann zu einer königlichen Stadt.

Kapelle Saint-Auxile

Auf einem Hügel, 1,5 km südöstlich des Dorfes, überragt die große und schöne romanische Kapelle Saint-Auxile Callas stolz von ihrem Felsvorsprung aus. Im 7. Jahrhundert auf einer galloromanischen Stätte erbaut, wurde sie vier Mal verändert, bevor sie im 12. Jahrhundert fertiggestellt wurde.

Im Jahr 1998 fand eine wichtige Restaurierung statt.

Der Heilige Auxile, der im 5. Jahrhundert lebte, zog sich zunächst auf die Îles de Lérins zurück, bevor er als Bischof von Fréjus dazu ausgewählt wurde den christlichen Glauben zu verbreiten. Er wurde von den Westgoten gepeinigt und starb im Jahre 480.

 

Im Jahre 1640 wurden die Reliquien in die Kirche von Callas gebracht. Jahrhundertelang wurde der Heilige Auxile von den Einwohnern Callas‘ verehrt. Am ersten Sonntag im Mai wird noch immer ein Fest abgehalten.

Kapelle Notre-Dame-de-Pennafort

Die Kapelle Notre-Dame-de-Pennafort, die einen Felsvorsprung an der Einmündung zweier Talmulden ziert, wurde 1857 nach den Plänen von André Pellicot im neugriechischen Stil an einem religiösen mittelalterlichen Ort gebaut. Der einzige Überrest ist ein sogenannter sarazenischer Turm aus dem 11. oder 12. Jahrhundert.

NATUR & REGIONALE KULINARISCHE ERZEUGNISSE

Die wahre Spezialität Callas’ ist zunächst und vor allem die Olive. Im 19. Jahrhundert zählt man 23 aktive Mühlen und die Olivenernte wird zu einem wichtigen Handelszweig. Da die Ölmühlen vor Ort nicht mehr ausreichen, werden auch die Fabriken in Draguignan beliefert. Im Jahr 1892 verzeichnet man in Callas 56000 Olivenbäume.

Heutzutage ist die Mühle von Bérenguier eine der wichtigsten der Region. Sie ist modernisiert, verarbeitet Oliven von ungefähr 500 Erzeugern und hat bereits mehrere Auszeichnungen, darunter die Medaille des Allgemeinen Landwirtschaftswettbewerbs von Paris, für die Qualität ihrer Öle erhalten.

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