La Motte en Provence

Als erstes in der Provence befreites Dorf verbindet La Motte Erinnerung und handwerkliches Geschick. Vom Esclans-Tal bis zum Fluss Nartuby vereinen sich Geschichte und Winzerweisheit vor dem Hintergrund großer Flächen, welche den roten Felsen und den Schirmkiefern einen westamerikanischen Akzent verleihen.

In einem grünen Naturgebiet, das der Fluss Nartuby durchfließt, taucht das alte Dorf an der Flanke eines Hügels auf. Es streckt seine Arme zu der Ebene aus, wo seine sonnenverwöhnten Böden die sehr berühmten Weine der Côtes de Provence wachsen lassen. Handwerker, Kreateure und Produzenten sind das ganze Jahr über präsent.
Mit dem Golfplatz von Saint Endréol auf dem Gebiet der Gemeinde, einem der schönsten der Region, hat La Motte seinen Wohlstand intelligent gesichert und dabei trotzdem seine Identität bewahrt.
Eine blühende Jugend und ein bedeutendes Gemeinschafts-, kulturelles, sportliches und künstlerisches Leben tragen zur Lebendigkeit des Dorfes bei. Highlights sind sicherlich der Kinderkarneval sowie das „Festival du Galoubet“ im Frühjahr.

GESCHICHTE & KULTURELLES ERBE

Von „La Moutto“ zu „Mitan“

La Motte, provenzalisch  „La Moutto“ , wird in einer Charta der Abtei Saint Victor von Marseille seit dem 11. Jahrhundert, später in diversen anderen Chartas bis zum 12. Jahrhundert geführt. Doch ist La Motte seit der Antike bewohnt, keltische und römische Relikte wurden in den „Esclans“ gefunden.
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts ist das Gebiet von La Motte abhängig von jenem von Trans en Provence, dem nahegelegenen Nachbardorf. Im 16. Jahrhundert wird La Motte autonom. Vor der Revolution zählt das Dorf ungefähr 500 Einwohner. Im Jahre 1790 werden die „Esclans“  der Gemeinde zugeschlagen und die „Mottois“ belaufen sich fortan auf mehr als 700.
Schon sind alle landwirtschaftlichen Berufe vertreten und die Hauptindustriezweige sind die Ölproduktion, der Mehlhandel sowie die Zucht von Seidenraupen (bis zu 800 kg Kokons).

Die letzte Seite der Geschichte geht auf den 15. August 1944 und die Operationen zur Landung in der Provence zurück. Der Fallschirmabsprung der Luftlandetruppen findet im Weiler Le Mitan statt und macht aus La Motte das erste in der Provence befreite Dorf. Am Eingang zum Gelände des Golfplatzes Saint Endréol ist ein Denkmal errichtet.

Das Dorf, Schönheit und Ruhe

Die Turmuhr überblickt die Dächer aus ockerfarbenen Ziegeln und wacht über die kleine Welt von La Motte. Ein Geflecht aus alten, manchmal steilen Gassen, Tuffsteingebäuden und den hängenden Arkaden der Straße „Aymard“  verleihen dem Dorf einen typisch provenzalischen Charakter.

Saint Quinis bei Saint Victor

Die am Platz Clémenceau gelegene Pfarrkirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und trägt den Namen der einflussreichen Abtei Saint Victor von Marseille. Im 18. Jahrhundert umgebaut, beherbergt sie heute das denkmalgeschützte vergoldete Altarbild, das dem Heiligen Quinis, Bischof von Vaison la Romaine im 6. Jahrhundert, gewidmet ist. Auch ein Brunnen mit dem Namen des Heiligen befindet sich am westlichen Eingang des Dorfes.

NATUR & REGIONALE KULINARISCHE ERZEUGNISSE

„Le saut du Capelan“ (Der Capelan-Sprung)

Der Zutritt zum Gelände ist nunmehr durch städtischen Beschluss verboten, da ein Teil des Felsens abgebrochen und der Aussichtspunkt nicht mehr zugänglich und gefährlich geworden ist.

Ein fruchtbares Land, Erzeuger mit Talent

Die Flüsse La Nartuby im Westen und l’Endre im Osten begünstigen Böden, die zu den fruchtbarsten der Region zählen. Elf renommierte Weingüter, darunter ein Bioweingut, befinden sich zwischen dem Viertel des Plaines und dem Viertel des Esclans. Hier können Sie die Eleganz, Finesse und den Charakter unserer Weine entdecken und diese (mit Maß) verkosten. Die Winzergenossenschaft „les vignerons de Saint Romain“ bietet ebenfalls ihre Côtes de Provence-Weine an und empfängt Sie im Dorf.
Typisch provenzalische Erzeugnisse: Honige, Olivenöle, Töpferware, Lavendel…können im Dorf erstanden werden.

La carte