Montferrat

Hier hat der „Eisenberg“ dem sanften Leben Platz gemacht. Am Fuße der Kapelle Notre Dame de Beauvoir mit dem Weg der Oratorien, wo die Kühle von „Pierrepont“  zum Innehalten einlädt, zeugt Montferrat von der gesamten provenzalischen Lebensweisheit.

Ideal gelegen an der Straße der Gorges du Verdon (Schluchten des Verdon) und nur 15 km von Draguignan entfernt, zeigt Montferrat seinen Besuchern die Ursprünglichkeit der provenzalischen Natur.
Die intakte Umwelt, das Klima und die Höhe machen Montferrat zu einem idealen Erholungsort zwischen Meer und Bergen.
Inmitten einer Hügellandschaft reckt das Dorf seine hohen Fassaden entlang der Ufer des Flusses Nartuby in die Höhe.
Weithin sichtbar dominiert die Kapelle Notre Dame de Beauvoir hoch auf ihrem Felsvorsprung das weite Panorama der Gemeinde.
Die Landwirtschaft von Montferrat prägt Wiesen und Hügel. Die Olivenbäume schmiegen sich an die von den Ahnen gebauten „restanques“ (Terrassen). Thymian, Lavendel und Rosmarin erfüllen das Heideland mit ihrem Duft.
Es gibt Orte, an denen gleich ein Eindruck von Ruhe und Gelegenheit zum Abschalten entsteht. Montferrat ist einer von ihnen!

GESCHICHTE & KULTURELLES ERBE

Ursprünglich, im Jahre 1135, heißt die Siedlung „De Monte Ferrato“, Eisenberg. Die erste Ansiedlung
befindet sich auf dem Berg, der das heutige Dorf überragt. Die Rivalitäten der Herrscher, die Truppen von Charles de Duras sowie die Banden von Raymond de Turenne haben den alten Ort zerstört. Das Dorf Montferrat, das Sie entdecken werden, stammt aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. Es lagert in der Nähe des Flusses nicht weit von der ehemaligen römischen Straße, welche die Küste mit der kastellanischen Stadt verband.

Der Militärstützpunkt von Canjuers

Der in den 70er Jahren errichtete Militärstützpunkt nimmt fast 2/3 der Fläche der Gemeinde ein. Mit einem Areal von 35000 Hektar für Artillerie und Kavallerie ist Canjuers das größte Militärgelände Europas.

Die Kapelle Notre Dame de Beauvoir

Diese Kapelle, die auch unter dem Namen „de Beauvezer“ bekannt ist, stammt aus dem 4. Jahrhundert. Sie wurde gemeinsam mit den Ruinen einer Eremitage und eines mittelalterlichen Castrum restauriert. Vermutlich wurde ihre Apsis romanischer Architektur auf den Ruinen eines heidnischen Tempels gebaut.

Im Dorf

Ein Spaziergang zur Besichtigung des Dorfes führt Sie durch malerische Gassen. Auf einem der kleinen Plätze wird man auf einen Springbrunnen aus dem Jahre 1751 aufmerksam. Sein Wasser wird durch ein ein Kilometer langes unterirdisches Aquädukt von der Quelle von Pierrepont bis zum Brunnen geleitet.

Die Pfarrkirche Saint Roch

Diese Kirche wurde im Jahr 1414 gebaut. Sie beherbergte die 1646 gegründete Bruderschaft der Weißen Büßer. Im Inneren gibt es zahlreiche denkmalgeschützte Objekte zu entdecken: ein Weihwasserbecken aus Marmor sowie eine Holzskulptur von St.Roch mit seinem Hund. Beide Objekte stammen aus dem 16. Jahrhundert. Das gedrechselte und geschnitzte hölzerne Trenngitter aus dem 17. Jahrhundert sowie der Altaraufsatz aus dem 18. Jahrhundert vervollständigen das Ganze.

St. Roch in Montferrat…
Laut einer Sage soll St. Roch nach Montferrat gekommen sein, um Notre Dame de Beauvoir seine Ergebenheit zu erweisen. Er soll das Dorf vor der Pest beschützt haben und ist auf diese Weise zum heiligen Schutzpatron der Gemeinde geworden.

NATUR & REGIONALE KULINARISCHE ERZEUGNISSE

„Eisenberg“

Auch wenn der Name Montferrats mit dem Eisenvorkommen in seinem Boden verbunden bleibt, ist die Mineralproduktion Anfang des 20. Jahrhunderts beendet. Nicht weit von der Kapelle de Beauvezer wurde in einer Mine Eisen abgebaut, andere Minen befinden sich jetzt auf dem Gelände des Militärstützpunkts von Canjuers.

Das geheime Wasser

Die Lage Montferrats ermöglicht die Nutzung der Wasserressourcen der Wasserflächen von Canjuers. Die auf dieses Kalkrelief gebaute Gemeinde profitiert von den Quellaustritten. Die Quelle von Beaudron und insbesondere die der Nartuby haben der Bewirtschaftung des Dorfes seit jeher genutzt.

Ein ausgeglichenes Leben

Als das Land der Schaf- und Ziegenzucht schlechthin erhält die Gemeinde 1964 den Preis des „Dorfes der glücklichen Tiere“. Heute sind die Menschen die Glücklichen im Dorf.

AKTIVITÄTEN & FREIZEITBESCHÄFTIGUNGEN

Der Weg St. Pierre und die Oratorien

Vom auf 480 Metern hoch gelegenen Dorf aus führt ein Weg hinauf zur Kapelle Notre Dame de Beauvoir auf 680 Höhenmeter.
Der Aufstieg wird durch verschiedene Stationen erleichtert, die diesen Parcours inmitten der Natur markieren. Tatsächlich wurden vier Oratorien gebaut, um den Pilgern und heutzutage den Wanderern eine Verschnaufpause zu ermöglichen. Diese kleinen steinernen Bauwerke zeugen von der Hingabe der Einwohner an St. Pierre, St. François de Paule, St. Joseph und natürlich an Notre Dame.

Das Panorama von Notre Dame de Beauvoir

Die majestätischen Zypressen und die stille Kraft der alten Steine verleihen dem Ort Größe und Erhabenheit.
Die Aussicht auf das Dorf, die Täler der Nartuby und des Beaudron ist einmalig.

Der Abgrund von Pierrepont

Das Gebiet um Pierrepont, zu Fuß einige Minuten vom Dorf entfernt, ist eine Insel des Friedens. Die kristallklare Kühle des Flusses lädt zur Meditation ein.

La carte