Taradeau

Vom Oppidum des Forts über die mittelalterliche Stätte von Taradel bis hin zur römischen Straße „Aurélia“ vereint sich die Geschichte in Taradeau. Bevor man die Weinberge erwandert, bietet sich die Entdeckung eines einzigartigen Panoramas auf das Argens-Tal und das Mauren-Massiv an.

Kleines provenzalisches Dorf auf der Straße D10, die Les Arcs (5 Kilometer) mit Lorgues (8 Kilometer) verbindet, 10 Kilometer von Draguignan, 30 Minuten vom Meer, 45 Minuten vom See Sainte-Croix und den Schluchten des Verdon, 5 Minuten von der RN7 sowie 20 Minuten von der Autobahn A8 entfernt. Mit seinem herausragenden Wachturm aus der sarazenischen Epoche und einer Kapelle aus dem 12. Jahrhundert heißt Taradeau Sie willkommen. Das Dorf liegt eingebettet im Herzen des Florièye-Tals, dessen Wasser aus den Schluchten von Gayepan kommt, um dann im Argens zu münden.
Sie befinden sich in einem Gebiet des Wassers und des guten Weins auf 65 Höhenmetern.

GESCHICHTE & KULTURELLES ERBE

Der Ursprung von Taradeau

Darüber herrscht eine etymologische Diskussion zwischen einer Verfälschung des Wortes „Talaria“, den geflügelten Sandalen des Gottes Merkur, dem ein Tempel gewidmet war und dem Wort „taradèou“, das einen provenzalischen Strauch bezeichnet.

Wappen

„De gueules à trois tours d’argent, deux et une“  ist der Slogan, der auf den Waffen der Familie Commendaire, die im 17. Jahrhundert die Grundherren des Ortes waren, zu lesen ist.

Geschichte

Zunächst, ab dem 2. Jahrhundert v.Chr., keltisch-ligurische Siedlung, wie es im Jahre 1969 entdeckte Überreste des Oppidums auf dem das Dorf überragenden Felsvorsprung beweisen, wurde Taradeau später zu einer wichtigen galloromanischen Gemeinde, verbunden mit der aurelianischen Straße (römische Meilensteine von St. Martin). Das Territorium umfasste mehrere „Villae“, Bauernhöfe, Thermen – Relikte, die auch heute noch Gegenstand archäologischer Untersuchungen sind. Das Dorf wurde im 9. Jahrhundert von den aus Fraxinet (heute la Garde Freinet) kommenden Sarazenen  zerstört.
Das im Jahre 1131 erwähnte Dorf schmiegte sich um seine Kirche St. Martin, die aktuelle Kapelle, und versteckte sich hinter seinem Castrum. Dieses schützte es nicht vor der Zerstörung durch die Truppen von Raymond de Turenne im 14. Jahrhundert. Aus diesem Grund flohen die Einwohner und überließen das Land der Stadt Draguignan. Zuflucht fanden sie während mehr als hundert Jahren im Nachbardorf Les Arcs. So begann die Freundschaft, die noch heute zwischen den beiden Dörfern besteht.

NATUR & REGIONALE KULINARISCHE ERZEUGNISSE

Die Rebe und der Wein

Geschützt durch seine Hügel und  zum fruchtbaren Argens-Tal hingewandt, profitiert Taradeau von der ganzen Vielfalt, die unser Boden bietet. Kalksteinplateaus, Mergel und Schwemmland verleihen den Weinbergen unserer Weingüter und unserer Winzergenossenschaft den Reichtum aller provenzalischen Rebsorten.
„Mourvèdre“, „Carignan“, „Cinsault“, „Merlot“, „Grenache“ -  Namen, die sämtliche Genüsse der Côtes de Provence sowie die Exzellenz der Weine von Taradeau anklingen lassen.

Ein noch immer produktiver Boden

Auch wenn es die Weinberge sind, welche die gesamte Gemeinde beherrschen, ermöglicht der Boden auch andere provenzalische Qualitätsproduktionen. Honige und Ziegenkäse aus Taradeau sind auf allen lokalen Märkten zu finden.
Auf der alten Straße von Flayosc stellt ein Bauernhof Ziegenkäse her. Dort leben die Tiere im Heideland und der Ziegenhirte sorgt für die Reifung vom Frischkäse bis zum trockensten Käse, um alle Gaumen zufrieden zu stellen.
Provenzalischer Markt mittwoch- und sonntagmorgens im Zentrum des Dorfs.

La carte